Gew. Spindelstrauch - Euonymus europaeus

Spindelstrauch

Zweig eines Gewöhnlichen SpindelstrauchsEuonymus europaeus

mit Früchten
Spindelstrauch

Spindelstrauch am Rande des Wasserwerkersgeländes, Freiburg-Ebnet

Familie: Spindelbaumgewächse
Der Gewöhnliche Spindelstrauch (Euonymus europaeus) oder Europäisches Pfaffenhütchen ist ein 2 bis 6 m hoher Strauch.
Er wächst an Waldrändern, in Gebüschen, in Hecken auf nährstoff-
reichen Lehmböden.
Alle Pflanzenteil sind giftig.

Infografik zum Gewöhnlichen Spindelstrauch:
Thomé, Otto Wilhelm: Flora von Deutschland, Österreich und der Schweiz, Gera 1885; gesehen in Wikipedia, Die freie Enzyclopädie, im November 2018

Namen

Gattungsname Euonymus, lateinisch-griechischer Pflanzenname: eu = gut und onama = Name, also „in gutem Ruf stehend“, wohl ironisch gemeint, weil der Samen als tödlich giftig für Schafe und Ziegen galt. [DüKu2005, Seite 291].
Artname europaeus = europäische.
„Pfaffenhütchen“ wegen der Ähnlichkeit der geöffneten Fruchtkapseln mit der Kopfbedeckung von Priestern, dem Birett. „Spindelstrauch“, da man früher aus dem festen Holz Garnspindeln drechselte [DüKu2005, Seite 292].

Blüte

Blütenstand mit 4 – 6 weißen Blüten, 1 – 3 cm lang gestielt; Blütenblätter 3 – 5 cm lang, grünlich-weiß.
Blütezeit: Mai bis Juli

Früchte, Samen

Fruchtkapseln vierkantig, abgerundet, rosa bis karminrot; Samenmantel orangerot.
Fruchtreife: September bis Oktober

Spindelstrauch

unreife Frucht im Juni

Spindelstrauch

Zweig mit roten Früchten

Spindelstrauch

aufbrechende Frucht

Spindelstrauch

Zweig mit Korkleisten

Rinde / Blätter

Junge Zweige grün bis grau-braun mit zwei bis vier weißlichen Korkleisten. Rinder alter Sträucher grau-braun, längsrissig.
Blätter gegenständig-gekreuzt, 5 – 8 mm lange Stiele, elliptisch-lanzettlich, zugespitzt, am Rande fein gesägt, bis zu 3,5 cm breit,
5 – 10 cm lang. Oberseite sattgrün, Unterseite blaugrün.

Spindelstrauch
Spindelstrauch
Spindelstrauch

herbstlich gefärbte Blätter: Blattoberseite – links und in der Mitte, Blattunterseite – Foto rechts

Fundstellen im Dreisamtal

Literatur / Links für weitere Informationen

November 2018