Kandel-Höhenweg: St. Peter – Streckereck

Kandel-Höhenweg

Wegstück des Kandel-Höhenwegs vor dem Flaunsereck

Kandel-Höhenweg

Kandel-Höhenweg: Wegraute

Die Strecke des Kandel-Höhenwegs von St. Peter (710 m) nach Freiburg (278 m) beziehungsweise von Freiburg nach St. Peter ist ein circa 17 km langer Höhenweg. Er bietet, häufig auf schmalen Pfaden, weite Aussichten auf die umgebende Landschaft und vor St. Peter, vom Gegenhang aus, beeindruckende Blick auf den Ort mit seiner Klosteranlage.

Markante Punkte der Wanderung:
St. Peter - Hornhof (782 m) - Langeckhof (795 m) - Bannwald im Conventwald - Freiherr-von-Schauenberg-Hütte (745 m) - Streckereck (688 m - Wiese und Pass)

Mehr zum Kandel-Höhenweg in seiner Gesamtheit zwischen Oberkirch und Freiburg.

Beschrieben wird auf dieser Website der Weg von Freiburg bis zum Streckereck und von dort hinunter ins Attental.

St. Peter (Bushaltestelle „St. Peter Eschbachstraße“) bis Hornhof

Kandel-Höhenweg

St. Peter: Zugang zum Kandel-Höhenwegs (OpenTopoMap)

Ausgangspunkt der Wanderung ist die Bushaltestelle „St. Peter Eschbachstraße“ der Buslinie „Kirchzarten-St. Peter“ beziehungsweise der Parkplatz am Weiherloch. Dort führt von der Eschbachstraße aus, gegenüber der Abzweigung zur Zähringerstraße, ein schmaler Weg den Wiesenhang hinauf zum Kandel-Höhenweg. Er steigt kräftig an, passiert den Hornweiher und trifft kurz danach auf den Kandel-Höhenweg (W1). Am Weg steht eine Bank zum Verschnaufen und um den offenen Blick auf St. Peter zu genießen.

Kandel-Höhenweg
Kandel-Höhenweg

Wegweiser (W1) am Hornweiher

Kandel-Höhenweg
Kandel-Höhenweg
Kandel-Höhenweg

Wegweiser (W2) und Infotafeln am Hornhof

Der Wiesenweg endet an einer Fahrstraße, dem Hornweg. Ein Wegweiser (W2) in der Spitze des eingezäunten Geländes, es gehört zum Hornhof, zeigt das nächste Wanderziel an, den Langeckhof. Unter dem Wegweiser ist wieder eine Informationstafel des Bienenlehrpfads, Thema „Die Imkerei“. Daneben informiert eine Tafel über die Geschichte des Hornhofs.

Mehr zum Bienenlehrpfad auf der Seite „Hochschwarzwald“ der Hochschwarzwald Tourismus GmbH.

Vom Hornhof (782m) zum Langeckhof (795m)

Kandel-Höhenweg

Kandel-Höhenweg: Vom Hornhof zum Langeckhof (OpenTopoMap)

Kandel-Höhenweg
Kandel-Höhenweg

Der Hornweg führt auf dem Wiesenhang südlich am landwirtschaftlichen Anwesen „Hornhof“ vorbei.

Nach etwa 400m fällt im Wiesengelände der Rest einer ehemals mächtigen Fichte auf. Zwischen ihrem Stamm und der Fahrtstraße ist eine Bildstock, geweiht dem hl. Wendelin, aufgestellt.

Kandel-Höhenweg
Kandel-Höhenweg

Der Heilige, Schutzpatron für Hof, Vieh und Feld, ist als Hirt dargestellt, in seiner linken Hand hält er einen Hirtenstab. Seine rechte führt den Kopf eines Schafes, geschützt unter seinem weiten Mantel, zur Öffnung einer Lederwasserflasche, die er übergehängt hat.
Hirt und Schaft stehen auf einer Wiese mit Blumen. Im Hintergrund sind drei Ähren zu sehen.

Kandel-Höhenweg
Kandel-Höhenweg

Bevor der Bienenlehrpfad vom Kandelhöhenweg abbiegt, informieren noch zwei Tafeln über die Naturprodukte, die wir den Bienen verdanken.
Auf die erste Tafel trifft man knapp 300m nach dem Bildstock. Sie steht am Waldrand (BT3), Themen sind u.a. die Inhaltstoffe des „Honigs“. Bei der zweite Tafel (BT4), sie informiert über weitere Bienen-Produkte, führt der Kandel-Höhenweg geradeaus weiter in Richtung Langeckhof. Der Bienenlehrpfad führt ansteigend auf dem rechten Zweig der Fahrstraße Hornweg weiter.

Kandel-Höhenweg

Noch im Wald ein lange Überraschung: Auf dem gar nicht Artgerechten Straßenasphalt kriecht ein ungewöhnlich langer Regenwurm. Gehört er zur Art der „Badische Riesenregenwürmer (Lumbricus badensis)“?

Nachdem nach links, hangabwärts der William-Tubman-Weg abgezweigt ist verlässt man den Wald: Wiesen rechts und links des Hornwegs.

Bevor man den Langeckhof erreicht, öffnet sich der Blick nach Süden:

Kandel-Höhenweg

Freier Blick über den Scherlenzendobel und dem Hintereschbach-Tal hinweg nach Süden auf den Salzberg: Unten in der Foto-Mitte der Salzhof, darüber etwas versteckt hinter dem Wald der Molzenhof darüber im Wald der Kleine Flaunser (819m).

Beim Langeckhof

Der Hornweg führt etwas bergab zum Langeckhof – die hölzerne Bildtafel deutet es an.
Der Kandel-Höhenweg – so der hölzerne Wegweiser – führt oberhalb der Hof-Gebäude vorbei.

Kandel-Höhenweg

Beide Hinweise wirken etwas „in die Jahre“ gekommen: Der Prospekt-Korb vor der Bildtafel scheint schone länger nicht mehr gefüllt zu werden; am Pfosten des Wegweiser ist ein schon länger nicht mehr genutztes Fahrrad angelehnt. Das sonnenbeschiene Zahnrad und die Kette wirken durch den Rost interessant.

Kandel-Höhenweg
Kandel-Höhenweg
Kandel-Höhenweg

Auf dem Langeckhof-Gelände steht zunächst links am Hornweg ein neueres Wohnhaus, rechts des Weges – zum Hang hin – ein hölzernes Hofkreuz mit eingezäuntem kleinen Beet davor. Am Wegabschluss, dem Ende des Hornwegs, steht die zweigeteilte, südöstliche Seitenfront des Hofgebäudes.

Kandel-Höhenweg
Kandel-Höhenweg

Vom Langeckhof (795m) zur Pfisterhäusleberg Hütte (747m)

Kandel-Höhenweg

Kandel-Höhenweg: Vom Langeckhof zur Pfisterhäusleberg Hütte (747m) (OpenTopoMap)

Nachdem Langeckhof bieten sich zwei Ausblicke. Zunächst einer in die Ferne über die Wieseanhöhe – genannt „Mondschein“ – hinweg, dann einer in die Nähe auf den Grundhof, der unterhalb des Langeckhofs liegt.
Die Wiesenanhöhe liegt zwischen dem Tal des Scherlenzdobelbachs und dem Tal des Wolfsgrundbachs, der an den Häusern von Hintereschbach vorbeifließt. Der höchste Punkt am Südende des Hügel, das Hummelseck, ist 645m hoch.

Kandel-Höhenweg
Kandel-Höhenweg

Das linke Foto zeigt den Ausblick über die Wiesenanhöhe „Mondschein“ bis hinüber ins Zartener Becken mit der Öffnung des Kappler Tals. Siehe: Großdarstellung des Fotos mit Beschriftung / Karte zum Ausblick.
Bei der Wanderung wird die Wiesenanhöhe noch aus weiteren unterschiedlichen Blickrichtungen zu sehen sein. Immer wiederzuerkennen durch den Hochsitz und die weißen Schnittgutballen.

Auf dem rechte Foto ist der Grundhof zu sehen. Er liegt am Ende des Scherlenzengdobels oberhalb des Dobelgrunds am Hang.

Nach dem Blick auf dem Grundhof fällt eine Ziegenherde in einer schmalen Senke unterhalb des Höhenwegs auf. Die baumfreie Senke zieht sich hinunter zum Hof.

Auf schmalem, bewaldeten Pfad geht es weiter bis zum Wegweiser (W3) „Hummelwald – 748m“. Der kreuzende Weg führt hinunter in den Scherlenzendobel und nach Eschbach.

Kandel-Höhenweg
Kandel-Höhenweg
Kandel-Höhenweg

Fotos des Wegweisers (W3): Das linke Foto zeigt die Ansicht parallel zum Kandel-Höhenweg. Vom Langeckhof hat man 1,5km zurückgelegt, vor sich, zum Streckereck, hat man noch 6,0km. Der kreuzende Weg, rechtes Foto, führt bergwärts zur Lindlehöhe und und talwärts in den Scherlenzendobel mit seiner Grillhütte.

Kandel-Höhenweg
Kandel-Höhenweg

Gut 200m weiter trifft man auf den Josefsbrunnen, ein Holztrog in den über eine Holzrinne Wasser zufließt.

Der Brunnen am Wandertag mit leerem Trog und einem kaum wahrnehmbaren Zufluss eines dünnen Rinnsals.

Der Hangpfad des Kandel-Höhenwegs biegt dann leicht nach Süden ab und kommt damit der „Mondschein“-Wiesenanhöhe näher, die nun direkt südlich vom Wanderweg liegt.

Kandel-Höhenweg
Kandel-Höhenweg
Kandel-Höhenweg

Über die Baumwipfel hinweg sieht man die Wiesenfläche und ein Maisfeld der "Mondschein"-Anhöhe. Auf dem westlichen Teil der Wiese wird gerade Pool ausgebracht. Der Traktor mit Poolfass war auf dem Weg um Nachschub zu holen. Im Hintergrund der bewaldete „Winterberg“, der Nordhang des Eschbachtals auf Höhe des Obertals.

Kandel-Höhenweg

Bei der nächsten Wegkreuzung behält man seine Wanderrichtung, parallel zum Hang, bei und trifft dann auf das Wegkreuz „Am Wuspeneck – 755m“ (W4). Auf dem Kandel-Höhenweg wären es von hier aus noch gut 100m bis zur Pfisterhäusleberg Hütte.
Der Autor macht an diesem Tag einen Umweg hinunter zum Pfisterhäusleberg, um dort einen Blick auf den Südhang mit Wacholderheide zu werfen – ein wertvolles, flächenhaftes Naturdenkmal – und die Aussichten, die man von dort hat, zu fotografieren.

Der Kandel-Höhenweg wird am Wuspeneck nach Süden, hangabwärts, verlassen, um auf den Pfisterhäusle-Weg zu kommen. Ihn läuft man nach Westen bis zur nächsten Abzweigung bergwärts. Er führt zurück auf den Kandel-Höhenweg, westlich der „Pfisterhäusleberg Hütte“.

Von der Pfisterhäusleberg Hütte (747m) zum Flaunsereck (805m)

Kandel-Höhenweg

Kandel-Höhenweg: Von der Pfisterhäusleberg Hütte zum Flaunsereck (OpenTopoMap)

Kandel-Höhenweg

Wie die Karte oben schon zeigt, läuft man im nächsten Streckenabschnitt weitgehend im Wald, Ausblicke sind keine zu erwarten.
Zunächst kommt man an einem weiteren Abstieg zum Pfisterhäusle-Weg vorbei und trifft dann auf eine größere Kreuzung mit dem Brombeerkopfweg, der bergwärts zum Brombeerkopf führt und talwärts in den Gabeldobel. Die Ziel zeigt der Wegweiser „Hagenbühl – 748m“ (W5) an.

Knapp 1km weiter betritt man den Bannwald Konventwald – „ein vom Regierungspräsidium Freiburg … 1975 durch Verordnung ausgewiesenes Naturschutzgebiet“ [Wikipedia]. Der Bannwald ist ein geschützter Waldbereich der sich „ungestört zum ‚Urwald von morgen‘ entwickeln“ soll [Foto rechts unten (F2)]. Zudem wird ein Bereich des Waldes als „Waldbeobachtungsfläche“ genutzt [Foto links unten (F1)]. Die Wegführung des Kandel-Höhenwegs verläuft zum Zeitpunkt der Wanderung schon weiter unterhalb dieser Fläche. Auf ihr kann man deutlich bodennahe Messtationen erkennen.

Kandel-Höhenweg
Kandel-Höhenweg
Kandel-Höhenweg

Auf der Tafel am Eingang (von St. Peter kommend) des „Conventwalds“ sind zwei Messanordnungen beschrieben:
Mit Totalisatoren wird Regenwasser, dass durch das Blätterdach fällt, aufgefangen und analysiert (Regenmenge sowie Schad- und Nährstoff-gehalt).
Mit Saugkerzen wird Bodenwasser aus ver-schiedenen Bodentiefen gewonnen, um die Speicherung beziehungsweise Auswaschung von Stoffen im Boden zu beobachten. So kann die Filterleistung der Böden bestimmt werden.

Das mittlere der drei obigen Fotos zeigt einen Baumstumpf, bei dem die Wachstumszone zwischen Rinde und Stammkern nach dem Absägen des Stamms, (vermutlich) weitergewachsen ist und einen ringförmigen Wulst um die Schnittfläche gebildet hat.

Kandel-Höhenweg
Kandel-Höhenweg

Schon außerhalb des Bannwalds begleiten Pflanzen-gruppen von Fuchsschem Greiskraut (Senecio ovatus) den Wanderer, die ihren Fruchtstand präsentieren.

Verläuft der Höhenweg nach dem Bannwald zunächst in Ost-West-Richtung biegt er zum Flaunsereck hin nach Süden ab. An der Linkskurve steht der Flaunserbrunnen, gefüllt bis zum Rand mit Wasser.

Kandel-Höhenweg
Kandel-Höhenweg
Kandel-Höhenweg

Auf den Fotos erkennt man hangabwärts den Allmendweg, ein breiter Fortsweg, der hinunter zum Salzberg führt. Neben dem Forstweg sind Baumstämme gelagert.

Kandel-Höhenweg

Gesehen
auf dem Waldpfad vor dem Flaunsereck:

links: Totholz – gefallener, vermosster Baum und attraktiver Baumpilz

Vom Flaunsereck (805m) zumn Streckereck (682m)

Kandel-Höhenweg

Kandel-Höhenweg: Vom Flaunsereck zumn Streckereck (OpenTopoMap)

Kandel-Höhenweg
Kandel-Höhenweg

Fotos rechts:
Wegweiser „Am Flaunser-eck“ (W6). Der Ortsname bezieht sich auf Flurnamen „Flaunsereck“. Aber auch der Kandelhöhenweg bildet an dieser Stelle ein „Eck“: Er ändert seine Richtung vom Süden nach Westen.

Der schmale Pfad führt nach gut 100m zum nächsten Wegweiser „Am Flaunser – 705m)“ (W7).

Fotos rechts unten: Wegstück zwischen den Wegweisern "Am Flaunserecke" und "Am Flaunser", dieser Foto rechts.

Kandel-Höhenweg
Kandel-Höhenweg

Von Wegweiser „Am Flaunser“ aus nutzt der Kandel-Höhenweg den breiteren Forstweg Flaunser-Weg. Dieser führt nach Süden von der östlichen Talseite aus hinunter ins Attental. Der Kandel-Höhenweg (bzw. Flaunser-Weg) bleibt, langsam ansteigend auf dem Nordosthang des Attentals.

Man kommt vorbei an der „Freiherr-von-Schauberghütte und steigt von da aus hinauf auf den Kamm zwischen Zartner Becken und Glottertal, überquert den Höhstkopf (706m) und nähert sich langsam dem oberen Wiesenrand des Streckerecks.

Kandel-Höhenweg

Die letzte Anhöhe vor der Wiesenfläche des Streckerecks.

Die Wiese „Streckereck“ zieht sich vom Kamm zwischen Zartner Becken und Glottertal nach Nord hinunter zum Tal des Föhrenbächle ein Seitenbach der Glotter. Von hier bietet sich ein weiter Blick nach Norden.
Siehe dazu „Auf dem Streckereck“ – Fotos vom Juni 2018.

Kandel-Höhenweg

Foto rechts:
Ein Blick ins Föhrental. Im Gegensatz zu 2018 sieht man 2026 u.a. auf den Dächern vieler Häuser Solar-Panels.

Von der Westseite der Streckereck-Wiese steigt man durch ein Waldstück ab zum Sattel „Streckereck“, ein Übergang vom Föhrental ins Attental.
Am Übergang steht ein Wegkreuz und
der Wegweiser „Streckereck – 682m.

Kandel-Höhenweg
Kandel-Höhenweg
Kandel-Höhenweg
Kandel-Höhenweg

Auf dem Sattel verließ der Autor bei dieser Tour den Kandel-Höhenweg und stieg hinab ins Attental. Ein Wegvorschlag findet sich auf der Rundtour zum Streckereck von 2018.

Links und Literatur

März 2026

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