Bundesstraße B31

B31

Die Bundesstraße B31 - vierspurig ausgebaut – auf der Höhe von Höllsteig, Gemeinde Breitnau, im Höllental.

Die Bundesstraße 31 verläuft im Süden Deutschlands in Ost-West-Richtung von Breisach am Rhein bis zum Anschluss an die Bundesautobahn 96 (A6) bei Sigmarszell. Im Bereich der Dreisam führt der Streckenteil zwischen Freiburg und Titisee durch das Zartner Becken und das Höllental.

Karte des Portals OpenStreetMap mit dem Verlauf der B31 im Bereich der Dreisam und ihres Einzugsgebiets.

Eindrücke vom Straßenverlauf

B31
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Foto links: Blick auf die Bundesstraße B31 von der Brücke des Krüttwegs, Kirchzarten-Bruckmühle, aus nach Westen.
Foto in der Mitte: Die B31 verläßt das Zartner Becken – dreispurig ausgebaut – bei Himmelreich und führt - zweispurig – hinein ins Höllental bei Falkensteig. Vor Himmelreich wird die B31 von der Höllentalbahn und von der Höllentalstraße (L128) überquert.
Foto rechts: Lastwagenkolonne vor dem Serpentinen-Aufstieg nach Hinterzartebn auf der Brücke über den Rotbach.

B31

Die Bundesstraße B31 im Höllental - vierspurig ausgebaut – mit der südliche Zufahrt zum Weiler Höllsteig, Blick vom Piketfelsen (1038 m).

Historische Hinweise

2011Die Gesamtzahl der KFZ an der Zählstelle B31-Osttunnel (im Tagesdurchschnitt 34.875 KFZ) im
Zeitraum Januar bis Juli ist zwar seit 2009 bis 2011 nur um rund 3,8% gestiegen, die Zahl der PKW
sogar nur um 2,6%. Im gleichen Zeitraum haben die Fahrzeuge des Schwerverkehrs um 12,7%
zugenommen, darunter die Zahl der Sattelzüge sogar um 21,8%.
2005Amtliche, bundesweite Verkehrszählung – Zählstelle B31-Osttunnel in Freiburg (sog. „Ganterknoten“):
an Werktagen 34.583 KFZ (davon 3.180 schwere Fahrzeuge).
An der Zählstelle Falkensteig hat der Schwerlastverkehr an Werktagen seit der letzten Zählung vor
Tunneleröffnung im Jahr 2000 um 50,3% zugenommen.

2002Ab 24.10. läuft der Verkehr der Bundesstraße B31 über die „Umgehung Freiburg Ost“ und bis
Himmelreich ohne Ortsdurchfahrten.

1994Erster Spatenstich am Kappler Rückhaltebecken, begangen als Start des Baues der neuen B31-
Trasse durchs Zartner Becken.
1939Verkehrszählung 1936/37: 1.138 PKW, 1.041 LKW und 19 bespannte Fahrzeuge.
(Bericht des Entwurfs für einen Neubau der Reichsstraße 31 (entstanden 1934) zwischen Freiburg und Himmelreich.)

1894Die einst zu den verkehrsreichsten Straßen des Landes zählende Höllentalstraße sank nach dem Bau
der Eisenbahnstrecke zur Bedeutungslosigkeit herab:
1855: 283 Zugtiere, 1875: 462 Zugtiere, 1894: nur noch 52 Zugtiere pro Tag.
1857Fertigstellung der neuen Trasse im Höllsteig.
Beginn der Ausbauarbeiten durch italienische Akkord-Kolonnen im Jahr 1847.
Neuplanung der Trassenführung im Bereich Höllsteige, 1846, durch die Großherzogliche Ober-
direktion des Wasser- und Straßenbauamts (Straßenbreite 26 Fuß (7,80 m) und maximale
Steigung von 5%).

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Die 1857 fertig gestellte neue Trasse im Bereich Höllsteig ist heute Teil der östlichen Anbindung des Weilers Höllsteig an die B31. Sie überquert den Rotbach noch über die Brücke aus der Zeit um 1857.
Zur Bauzeit der neuen Trasse (in den Jahren vor 1857) konnten Überwölbungen nur durch Natursteinmauerwerk errichtet werden. Da die Straße den Rotbach („Höllbach“) schräg schneidet, wurde eine Staffelung von einzelnen, zueinander versetzten Bogenteilen zur Konstruktion der Brücke verwendet. Brücke und Bogenteile sind aus roten Porphyr-Quadern gemauert.

17704. Mai: Einzug Marie-Antoinettes nach Freiburg als 12. Etappe auf ihren Weg nach Paris.
In Vorbereitung der Brautreise von Marie-Antoniette, der Tochter Maria-Theresias nach Paris zur
Hochzeit mit dem Dauphin des französischen Königs werden zwischen 1769 und 1770 einige
Verbesserungen in der Felsschlucht im Höllental vorgenommen.

1638Durch Einsatz von immerhin 2.000 Soldaten wurde der Engpass in der Falkensteige von den
Franzosen großzügig erweitert.
1626Die Straße über die Wagensteige bzw. die mittlerweile ausgebaute Straße durch das Simonswälder
Tal sind immer noch die Hauptverbindungsweg in Ost-West-Richtung. Dies belegt ein Bericht, dass
die in zahlreicher Begleitung nach Rom reisenden Professoren der Freiburger Universität auf
der Wagensteige verabschiedet werden.

1545Nachdem erneut, der bereits 1522 durch Hochwasser, Steinschlag und Geröllmassen verschüttete
Saumweg in der Falkensteige völlig zerstört wurde, versuchte man (mit mäßigem Erfolg) auch die
schmale Schlucht in der »Höll« so zu verbreitern, dass die Engstelle von größeren Fuhrwerken
befahren werden kann.
1408Der Weg durch das Höllental nach Neustadt wird in einer Urkunde erstmals »Straße« genannt.
1380Graf Johann von Fürstenberg kommt mit den Städten Freiburg und Villingen vertraglich überein, dass
die Bewohner der beiden Städte den Weg von Falkensteig nach Neustadt (durch das Höllental) gegen
Abgabe eines ermäßigten Zolls befahren dürfen.

Quellen: „Forum dreisamufer“, „Hans-Otto Mühleisen“ (siehe unten)

Links und Literatur

März 2017