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Schlangenkapelle, Wittental

Schlangenkapelle
Die Schlangenkapelle vor dem Attental

Oberhalb des Atten- und Wittentals nahe dem Höhenkamm, der vom Waseck (641 m) aus beide Täler trennt, steht die Schlangenkapelle am oberen Rand eines Wiesenhangs, der zum Attental hin abfällt.
Man erreicht sie nur zu Fuß. Auf kurzem Weg kann man vom Wittental (Recklehof) oder vom Attental (Café Faller) aus zu ihr aufsteigt.
Nimmt man sich mehr Zeit, lässt sich die Kapelle auch als Ziel eines Rundwegs von Stegen aus oder eines Rundwegs von Ebnet aus erreichen.
– Wegbeschreibung von und nach Ebnet in „Werner Kästle: Entlang der Dreisam und in die Gebiete ihrer Zuflüsse,
2012, Seite 123“. [KäWe2012]
– Wegbeschreibung von und nach Stegen auf der Web-Seite von Schwarzwald-Dreisamtal, Wanderung Stegen 1.
Fotos und Weginformationen zur Wegstrecke von Stegen bis zur Schlangenkapelle vom Autor dieser Seite,
September 2014.


Schlangenkapelle Schlangenkapelle
Die Kapelle mit Blick nach Norden Dachreiter der Kapelle vom Norden aus gesehen

Die Kapelle besteht aus einem kleinen, offenen Vorraum und einem vergitterten Altarraum. Im Vorraum stehen links und rechts zwei Bänke. Darüber ist jeweils eine Sandstein-Tafel angebracht. Links erinnert die Inschrift an die Neuerrichtung 1953, rechts an den Ursprung der Kapelle.

Schlangenkapelle Schlangenkapelle
Blick auf das Gitter vor dem Altarraum

Die beiden Sandsteintafeln im Vorraum der Kapelle:

Schlangenkapelle Schlangenkapelle
Die Kapelle wurder neu er= / richtet ano 1953 durch die /
Gemeinde Wittental unter / selbstloser Fron von Ar= /
beitern der Firma Max / Jordan Karlsruhe.
Hier erbaut. Gläubige Vor= / fahren eine Kapelle zu eh= /
ren us. lb. Frau im From= / men Sinn, von einer ar= /
gen Schlangenplage er= / löst zu werden.

Im Altarraum steht ein etwa 60 cm hohe Madonna mit Jesus-Kind auf der Erdkugel und zertritt einer Schlange den Kopf. Auf der Vorderseite des Altars windet sich eine Schlange. Auch das geschmiedete Gitter vor dem Altarraum zeigt in seinem Zentrum ein Schlange.

Schlangenkapelle Schlangenkapelle Schlangenkapelle
Die Madonnenstatue im Altarraum der Kapelle

Regelmäßig wird an einem Maisonntag an der Kapelle eine Maiandacht gehalten.


Historische Hinweise

Die ursprüngliche Errichtung der Kapelle geht vermutlich, so wird jedenfalls berichtet, auf eine Schlangenplage zurück. Die Bauern gelobten der Jungfrau Maria eine Kapelle, um von der Plage befreit zu werden.

1780nnAuf einem Plan des Freiherrn von Sickingen ist eine hölzerne Kapelle verzeichnet.
1882nnEine steinerne Kapelle wurde vermutlich von Karl Thoma errichtet.
1953nnIn den fünfziger Jahren erwarb die Gemeinde Wittental die verfallene Kapelle und ließ sie renovieren.
1953nnDie Arbeiter der Baufirma Jordan aus Karlsruhe, die zu der Zeit die Hochspannungsleitung bauten, halfen
1953nnmaßgeblich beim Bau mit. Geweiht wurde neue Kapelle 1953 vom Kirchzartner Pfarrer Erminold Jörg.
1978nnDie Marienstatue wird gestohlen, naher der Autobahn bei Freiburg wiedergefunden. Seitdem liegt das
1953nnOriginal im Tresor, in der Kapelle steht eine Kopie.
2003nnDie Kapelle erhält ein neues Schindeldach und eine Dachreiter für die Glocke.
2014nnDie Kapelle wird renoviert und erhält ein festes Metalldach.


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September 2014


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