Dreifaltigkeitskirche, Freiburg-Waldsee

Dreifaltigkeitskirche

Die Pfarrkirche der Pfarrgemeinde Hl. Dreifaltigkeit, Freiburg-Waldsee, Hansjakobstraße 88, wurde 1952/53 im neuromanischen Stil erbaut und im Herbst 1953 geweiht. Architekt war der Freiburger Gregor Schröder.
Ausgerichtet ist die Kirche von Nord nach Süd. Ein weiträumiger, erhöhter Vorplatz liegt zwischen Straße und Kirche. Die Eingangsseite der Kirche, ihre Nordfront, wird geprägt durch die drei Rundbögen ihrer Vorhalle und dem mächtigen Radfenster unter dem Giebel. An der Südwestecke des Kirchenbaus erhebt sich der 36,40 m hohe Glockenturm. Er beherbergt fünf Glocken.

Dreifaltigkeitskirche

Foto links:
Blick aus der Kirche: Kirchenvorplatz, vorbeifahrende Straßenbahn.

Foto rechts:
Eingangsfront der Kirche, Kirchenvorplatz, Jungendliche der KjG.

Foto ganz rechts:
Glockenturm, der quer zum Kirchen-schiff steht.
 

Dreifaltigkeitskirche
Dreifaltigkeitskirche

Der Kircheninnenraum

Kommt man durch den Haupteingang – er ist im Sommer einladend weit geöffnet – in den Kirchenraum, blickt man in ein schlicht gehaltenes, weites Schiff. Es wird rechts und links rhythmisch begleitet von lichten Pfeilerreihen mit je fünf Rundbogen und weist durch einen Bogen in den Chorraum. Dieser wird durch drei hohe Ostfenster erhellt und beleuchtet die rückseitige Chorwand mit dem Fresko von Rudolf Kaufhold: Im Zentrum Christus als Pantokrator auf den links und rechts Gläubige zuschreiten, links geführt durch Maria und rechts durch Johannes den Täufer, die beide schon in den göttlichen Bereich hineinreichen.

Dreifaltigkeitskirche
Dreifaltigkeitskirche

Blick durch das geöffnete Hauptportal ins Innere der Kirche. Im Vordergrund, dort wo vor 2016 der Taufstein stand, ein Willkommenstisch.

Dreifaltigkeitskirche
Dreifaltigkeitskirche

Der 2015/16 neu gestaltete Chorraum mit dem rückseitigen Wandfresko. Rechts die von Maria geführten Gläubigen, die auf Christus zuschreiten.

Dreifaltigkeitskirche

Der wuchtige Taufbrunnen aus Grünsfelder Rotbank und dahinter das ehemalige Altarkreuz.

Vor der Wand des Chorbogens stehen links der Tabernakel und rechts die Nachbildung einer gotischen Marienstatue.
Das Original der Marienstatue, eine Arbeit von 1310, stammt aus Furtwangen und war ehemals der Gemeinde geliehen. Das Tabernakel zeigt auf seinen beiden Türen zwei Bilder aus der Paradieserzählung der hebräischen Bibel: rechts der Strom, der den Garten Eden bewässert, und links den Baum des Lebens.

Dreifaltigkeitskirche
Dreifaltigkeitskirche

Das Tabernakel: auf seiner Stirnseite das vergoldete Relief von Alfred Erhart mit dem herabströmenden Wasser des Lebens und den aufragenden Baum des Lebens.

Dreifaltigkeitskirche
Dreifaltigkeitskirche

Die Marienstatue: auf dem linken Arm das Kind tragend und die rechte den Betrachter zugewandt.
 

Der Kirchenraum wurde 2015/16 neu gestaltet, so dass der Pfarrer beim Gottesdienst mitten in der Gemeinde steht: Die Bänke sind halbkreisförmig um Altar und Ambo angeordnet.

Dreifaltigkeitskirche

Foto links: Der Kirchenraum vom Chor aus gesehen mit Blick auf die Empore und die Fensterrose.

Foto rechts: Der westliche Seitengang mit seinen Rundbogenarkaden. Eine Ansicht von 2012.
 

Dreifaltigkeitskirche

Fensterrose

Für die Fensterrose mit ihren 6 m Durchmesser wählte man bei der Bauplanung eine Bildthema: Das neuen, himmlische Jerusalem, die Schlussvision der Offenbarung des Johannes. In Szene setzte diese Idee der Künstler Albert Birkle (1900-1986).

Dreifaltigkeitskirche
Dreifaltigkeitskirche

Im Zentrum der Fensterrose ein gleichseitiges Dreieck, das den Blick frei gibt auf den Thron Gottes, davor das Lamm und sieben Fackeln, wie sie in der Offenbarung beschrieben werden. Der Regenbogen über dem Thron: Der Bund Gottes mit seinem Volk.

Dreifaltigkeitskirche

Am Außenrand der Fensterrose, die 12 Tor behütet von 12 Engeln. Vor den oberen Toren, durch sie hineingekommen in die Stadt, strömen auf goldenen Straßen die Scharen wogend zur Mitte. Die unteren Tore öffnen sich in die lichtdurchflutete Stadt, in die die Völker einziehen.

Fenster im Kirchenschiff

Die Entwürfe der Kirchenschiff-Fenster stammen ebenfalls von Albert Birkle.
Die Fotos zeigen drei der fünf westlichen Kirchenschifffenster.

Dreifaltigkeitskirche
Dreifaltigkeitskirche

Ausschnitte der Fenster: links ein Taubenmotiv, rechts ein Flügelmotiv.

Dreifaltigkeitskirche

Fensterlicht auf dem Kirchenboden.

Historisches zum Kirchenbau

1959Bau der Herz-Jesu Pfarrkirche unter Pater Rektor Haskamp.
1953Weihe der Dreifaltigkeitskirche am 10. Oktober 1953 durch Weihbischof Dr. Eugen.
1965/66Umgestaltung von Chor und Werktagskapelle nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil: u.a. wurde
der Choraum tiefer gelegt, die Rundbogenarkaden zwischen Chor und Werktagskapelle
geschaffen.
1988Reparaturen am Kirchendach, Dachbodenisolierung, Anbringen von Schalläden an den Fenstern
der Glockenstube.
2015/16Notwendige Sanierungsarbeiten waren Anstoß und Anlass über eine Kirchenraumgestaltung
nachzudenken, die positive Impulse für das Gemeindeleben setzt. Nach gut zweijähriger intensive
Beschäftigung der Gemeindemitglieder mit neuen Ideen und Vorstellungen zur liturgischen
Umgestaltung des Kirchenraums begannen im September 2015 die Bauarbeiten zur Installation
einer neuen Heizungsanlage, einer verbesserten Elektrik, eines stromsparenden, ausgefeilten
Beleuchtungskonzepts sowie der Umgestaltung des Kirchenraums.
Am Sonntag, 26. Juni 2016, wurde die neu gestaltete Kirche mit einer dreifachen Feier
eingeweiht: Sommerfest, Gemeindefest, Kircheneinweihungsfest.

Literatur, Links für weitere Informationen

Dreifaltigkeitskirche

Die Dreifaltigkeitskirche gesehen vom Vorplatz der Kartaus aus.

August 2016