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Freiburger Kartaus, in der Zeit vor 2012

Freiburger Kartaus
Freiburger Kartause, gesehen vom Dreisamuferweg aus

Auf der Südostseite des Freiburger Schlossbergs unterhalb des Hirzbergs liegt das ehemalige Kartäuserkloster „Freiburger Kartaus“. Namenspatron des Klosters war Johannes der Täufer. Die Gebäude stehen auf einem zirka 10 ha großen Areal, auf dem sich neben Gärten und Wiesen auch ein 1969 erbautes Alten- und Pflegeheim, das Johannisheim, befindet. Eigentümerin war seit 1894 die Heiliggeistspitalstiftung.
Seit Frühjahr 2011 ist bekannt, dass die denkmalgeschützte Kartaus zu einem United World College umgebaut werden soll – geplante Eröffnung 2014. Nach wechselvoller Geschichte und unterschiedlichster Nutzung wird ab Herbst 2014 das Robert Bosch College, die deutsche Filiale des "United World College", in den alten und den neu errichteten Gebäuden seinen Betrieb aufnehmen.

Auf dem Gelände befinden sich mehrere Gebäudekomplexe: Das Johannisheim, die Klostergebäude mit Kirche sowie die Ökonomiegebäude: Meierhof, ehemaliges Wirtshaus, Sägerhaus und „Stromschlössle.
Die Klostergebäude sowie die Ökonomiegebäude gehen durch das Projekt des "United World College" in den Besitz der Robert-Bosch-Stiftung und der Firma Bosch über, das Alten- und Pflegeheim Johannisheim und das Gelände bleiben weiterhin im Besitz der Heiliggeistspitalstiftung.

Barocke, dreiflügelige Prälatur, Gästetrakt
Nutzungs-Situation 2011: Eine Großküche in den Gebäuden versorgt das Johannisheim. Im 1. Stock des Ostflügels der Prälatur ist in den Originalräumen des Dichters eine Hans-Jakob-Gedenkstätte untergebracht.

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Eingangsbereich zum ehemaligen Klosterkomplex Haupttor zum Hof der ehemaligen Prälatur, errichtet in den Jahren 1753 – 1756 Skulptur über dem Haupttor: der Eremit Johannes der Täufer, Namenspatron des Klosters
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Prälatur, Mittel- und Ostflügel mit Eingang zu den Heinrich-Hansjakob-Stuben Prälatur, Mittel- und Westflügel

Klosterkirche

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Chor der ehemaligen Klosterkirche Glocke des Chor-Dachreiters


rechts: Dachreiter

Gartenanlage

Freiburger Kartaus Blick über die Gartenanlage: den "Kuchlgarten", der ehemals Gemüse und Kräuter für die Klosterküche lieferte.

Im Hintergrund rechts das Stromhäusle und und der Mitte des Sägerhaus

Die Regenfrau: Holzskulptur von Thomas Rees auf der Südgartenmauer.
Informationen und Bilder zur „Odyssee“ der Skulptur

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Skulptur gesehen von der Klosteranlage aus Skulptur gesehen von der Kartäuserstraße aus

Nebengebäude auf dem Klostergelände

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Von Osten gesehen: links das Sägerhaus, rechts das Stromhäusle, hinter beiden das ehemalige Wirtshaus und im Hintergrund der Meierhof. Ganz vorne rechts ist das südiche Ende des Klostergartens zu sehen.

Alle nachfolgenden Aufnahmen entstanden in der ersten Bauphase zum "Robert Bosch College": Der Platz für die Wohn-Würfel der Studenten, am Westhang des Klostergeländes, war schon für deren Bau vorbereitet. Dadurch war der Blick vom Hang aus frei auf die Gebäude entlang der Kartäuserstraße.

Meierhof
Bauernhof, verpachtet bis 2012. Am Südgiebel des in Süd-Nord-Richtung stehenden Gebäudeteils befindet sich ein barocke Konche (Niesche) mit barocker Figur des hl. Vitus – einer der 14 Nothelfer, Gedenktag am 15. Juni.[KeFr1990, Seite 14]A

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Blick von Osten auf den Meierhof Figur des hl. Vitus am Südgiebel des quer zum Hang stehenden Gebäudeteils

Ehemaliges Wirtshaus, Kartäuserstraße 121, heute von Mietern bewohnt.
Weitere Fotos und Informationen zum Haus.

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Blick vom Südufer der Dreisam auf das ehemalige Wirtshaus Blick von Osten auf das ehemalige Wirtshaus

Stromschlössle
Situation 2011 [BZ-20110528]: Im "Stromschlössle", dem alten Wasserkraftwerk, steht eine moderne Anlage die Trinkwasser nach oben ins Johannisheim und die Großküche im Klostergebäude pumpt. Auch die alte Turbinenanlage, die einst die ganze Kartaus und zum Teil Littenweiler mit Strom versorgte, ist noch vorhanden. Die Turbine wurden durch das Dreisamwasser eines Gewerbekanals angetrieben, der am Wehr auf der Höhe der Jugendherberge von der Dreisam abzweigt, parallel zur Kartäuserstraße fliest und am Sandfang wieder in die Dreisam geführt wird.
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Blick vom Süden auf das Stromhäusle Blick von Osten auf das Stromhäusle


Historisches zur Freiburger Kartause

1346 – 1648 Der Freiburger Bürgermeister Johannes Schnewlin-Bernlapp schenkt Mönchen des katholischen
1502 – 1648 Kartäuser-Ordens, die aus Grenoble/Frankreich kommen, Wald und Gelände an der Südost-Seite des
1502 – 1648 Schlossbergs oberhalb der Dreisam. Es entstanden zwei Mönchszellen.
1496 – 1648 Der Hochschullehrer Georg Reisch von der Universität Freiburg tritt als Mönch in das Kartäuserkloster
1502 – 1648 ein. Sein Schüler ist u.a. Martin Waldseemüller, er gibt dem von Columbus 1492 entdeckten Erdteil
1502 – 1648 den Namen Amerika.
1502 – 1520 Georg Reisch ist Prior des Klosters. Unter seiner Leitung erlebt das Kloster seine Blütezeit. Es
1502 – 1648 werden die Kirche und das Refektorium gebaut.
1618 – 1648 Dreißigjähriger Krieg: Verwüstung des Klosters durch das schwedische Heer.
1753 – 1756 Errichtung der barocken, dreiflügligen Prälatur und eines Gästetrakts. Die Gebäude stehen noch
1502 – 1648 heute.
1782 – 1648 Aufhebung der Klostergemeinschaft auf Anordnung des österreichischen Kaisers Joseph II. Die
1502 – 1648 Klosteranlage samt Ländereien werden Privatbesitz, dienen als Adels-Landsitz. Der Kreuzgang mit
1502 – 1648 den Zellen werden zu Gunsten eines Parks abgerissen. Die Kirche und Verwaltungsgebäude bleiben
1502 – 1648 stehen.
188716Der Pfarrer und Dichter Heinrich Hansjakob lebt in der Kartaus. Die von ihm bewohnten Räume sind
150216heute als Museum zugänglich.
189416Erwerb der Ländereien und Gebäude durch die Heiliggeistspitalstiftung Freiburg und Nutzung als Altenheim
150216mit Selbstversorgung.
200816Ende des Jahres wird das Alten- und Pflegheim geschlossen, die Bewohner ziehen in das neue Heim
150216„Haus Katharina Egg“ in Freiburg-Waldsee ein.


Links für weitere Informationen





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